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Alphanumerischer Absender in Deutschland und Österreich: So kommt Ihr Firmenname aufs Handy des Empfängers

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Alphanumerische Absendernamen in deutschen und österreichischen Netzen: 11 Zeichen, GSM-Alphabet, keine Antwort, keine Registrierung, Namenswahl, Feld from.

Eine SMS von „+49 170 …“ wirkt wie ein Fremder. Dieselbe Nachricht von „MeinShop“ oder „DrMuellerHH“ wird gelesen, ernst genommen und befolgt. Der Unterschied ist der alphanumerische Absender: der Name, der oben in der Nachricht die Telefonnummer ersetzt. In Deutschland und Österreich ist er einfach zu nutzen, es gibt aber Regeln zu Länge, Zeichen und Verhalten, die Sie kennen sollten, bevor Sie einen Namen festlegen. Dieser Artikel erklärt sie und zeigt, wie der Name beim Versand über TopSMS gesetzt wird.

Was ein alphanumerischer Absender ist

Jede SMS trägt eine Absenderadresse. Normalerweise ist das eine Telefonnummer im internationalen Format mit bis zu 15 Ziffern. Der SMS-Standard (3GPP TS 23.040) erlaubt daneben eine zweite Art von Absenderadresse: einen kurzen Text im 7-Bit-GSM-Alphabet. Das Telefon zeigt diesen Text statt einer Nummer an. Wegen der Art, wie das Feld gepackt wird, ist der Text auf 11 Zeichen begrenzt; diese Grenze ist Teil des Standards und in jedem Netz der Welt gleich.

Aus dieser technischen Definition folgen drei praktische Konsequenzen:

  • Nur Buchstaben und Ziffern. A–Z, a–z und 0–9 werden von allen Netzen zuverlässig angenommen. Leerzeichen und Satzzeichen sind an manchen Stellen technisch möglich, werden von anderen Netzen aber entfernt oder umgeschrieben; behandeln Sie sie als unbrauchbar. Umlaute, ß und andere akzentuierte Buchstaben sind ebenfalls nicht sicher. Ein Name muss außerdem mindestens einen Buchstaben enthalten, sonst wird er als (fehlerhafte) Telefonnummer interpretiert.
  • Keine Antwort möglich. Das Telefon des Empfängers hat keine Nummer, an die es antworten könnte. Die Antwortfunktion fehlt oder ist ausgegraut, und was dort eingetippt wird, erreicht Sie nicht. Jede SMS unter einem Namen ist deshalb Einwegkommunikation.
  • Keine Zuordnung zu Kontakten. Das Telefon kann den Namen keinem gespeicherten Kontakt zuordnen und nicht zurückrufen. Der Empfänger sieht genau die Zeichenfolge, die Sie senden; sie selbst muss also wiedererkennbar sein.

Deutschland und Österreich: keine Registrierung nötig

Deutsche und österreichische Mobilfunknetze stellen alphanumerische Absendernamen so zu, wie sie vom Gateway kommen. Es gibt kein zentrales Register, keine Vorabfreigabe durch die Netzbetreiber und keine Gebühr der Netze pro Name. Sie legen den Namen fest, und er erscheint mit der ersten Nachricht auf dem Telefon des Empfängers. Dasselbe gilt für die meisten anderen europäischen Netze, wobei einzelne Länder eigene Bedingungen hinzufügen, etwa für Werbenachrichten; prüfen Sie das Zielland also vor einer Kampagne im Ausland.

„Keine Registrierung“ heißt nicht „alles erlaubt“. Zwei Dinge bleiben in Ihrer Verantwortung:

  • Der Name darf nicht in die Irre führen. Das deutsche Wettbewerbsrecht wertet eine Nachricht, bei der die Identität des Absenders verschleiert oder verheimlicht wird, als unzumutbare Belästigung (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG). Sich als Bank, Paketdienst oder Behörde auszugeben, ist keine Markenentscheidung, sondern ein Rechtsproblem, und Gateways lehnen solche Namen ab.
  • Es gibt Filter. Netzbetreiber und Gateways achten auf Namen, die häufig für Phishing missbraucht werden. Ein Name, der wie eine bekannte Marke aussieht, die Ihnen nicht gehört, oder ein allgemeines Wort wie „Info“ in Kombination mit einem Link hat ein höheres Risiko, blockiert zu werden oder im Spam-Ordner des Empfängers zu landen. Der Zustellbericht von TopSMS zeigt solche Fälle mit dem Grund rejected: Das Netz hat die Nachricht wegen Absender, Inhalt oder einer Sperre beim Empfänger abgelehnt, nicht wegen einer falschen Nummer.

Wo die Regeln anders sind

Wenn Ihre Kunden nicht nur in Deutschland und Österreich sitzen, prüfen Sie das Zielland, bevor Sie einen Absendernamen fest in Ihre Vorlagen einbauen. Diese Kategorien werden Ihnen begegnen:

ZielAlphanumerischer AbsenderWas das für Sie bedeutet
Deutschland, Österreich, Schweiz, der Großteil der EUZustellung ohne RegistrierungNamen wählen und senden.
Tschechien, SlowakeiEinmalige Registrierung bei den NetzbetreibernTopSMS reicht die Registrierung für Sie ein; die Gebühr beträgt 20,58 €, die Freigabe dauert rund drei Wochen. Bis dahin gehen Nachrichten als „TopSMS“ hinaus.
Märkte mit Registrierungspflicht (etwa mehrere Länder im Nahen Osten und in Asien)Nur registrierte Namen werden zugestelltNicht registrierte Namen werden blockiert oder ersetzt; die Registrierung verlangt meist Firmenunterlagen und Zeit. Fragen Sie uns vor dem Start.
USA, KanadaNicht unterstütztNachrichten werden von einer Nummer statt von einem Namen zugestellt.

Die Regeln außerhalb Europas ändern sich häufig, deshalb bleibt diese Tabelle bewusst allgemein. Unser Support nennt Ihnen den aktuellen Stand für ein bestimmtes Land.

Einen guten Absendernamen wählen

Elf Zeichen sind nicht viel. Diese Empfehlungen stammen aus dem, was sich in der Praxis bewährt hat:

  1. Verwenden Sie den Namen, den Ihre Kunden schon kennen. Den Firmennamen, wie er auf Website, Rechnungen und Ladenschild steht, nur so weit gekürzt wie nötig: „MuellerKFZ“ schlägt „MKFZGmbH“. Ist Ihre Marke eine Domain, bietet sich der Teil vor dem Punkt an.
  2. Bleiben Sie bei einem Namen für alle Nachrichten. Bestellbestätigungen, Erinnerungen und Bestätigungscodes vom selben Absender schaffen Wiedererkennung. Telefone gruppieren Nachrichten nach Absender, der Kunde sieht also einen einzigen Verlauf mit Ihrem Namen.
  3. Verzichten Sie auf Leer- und Sonderzeichen. „Dr Mueller“ kommt je nach Netz als „DrMueller“ oder „Dr?Mueller“ an. Schreiben Sie es von Anfang an ohne Leerzeichen und ersetzen Sie Umlaute (Müller → Mueller oder Muller).
  4. Groß- und Kleinschreibung hilft beim Lesen. „AutoHausKlein“ liest sich leichter als „AUTOHAUSKLEIN“. Beide haben übrigens 13 Zeichen, dieser Name müsste also auf „AutohKlein“ oder Ähnliches gekürzt werden.
  5. Nutzen Sie keinen Namen, auf den Sie kein Recht haben. Nicht den Namen eines Marktplatzes, auf dem Sie verkaufen, nicht eine Marke, die Sie weiterverkaufen, und keinen allgemeinen Begriff, der eine amtliche Stelle suggeriert.
  6. Denken Sie an das Antwortproblem. Weil der Empfänger nicht antworten kann, braucht jede Werbenachricht einen anderen Weg zur Abmeldung: einen Kurzlink, eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer. Transaktionsnachrichten, die eine Antwort erwarten („Antworten Sie mit JA“), funktionieren mit einem alphanumerischen Absender gar nicht.

Den Absendernamen bei TopSMS setzen

Bei TopSMS ist ein Absendername ein Merkmal Ihres Kontos. Sie legen ihn im Kundenkonto unter Sender ID an; sobald er für Ihr Konto freigegeben ist, können Sie ihn in jeder Nachricht verwenden und einen Namen als Standard festlegen. Für deutsche und österreichische Empfänger folgt keine Registrierung bei den Netzbetreibern. Für tschechische und slowakische Netze reichen wir den Namen zusätzlich bei den Netzbetreibern ein; daher stammen die Gebühr von 20,58 € und die Wartezeit.

Beim Versand über die REST-API kommt der Name in das Feld from:

curl -X POST https://www.topsms.cz/api/sms/send \
  -H "Authorization: Bearer CLIENT_ID:SECRET" \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"to": "+4915112345678", "text": "Ihre Bestellung 1024 wurde versandt.", "from": "MeinShop"}'

Einige Details aus der Dokumentation, die Sie kennen sollten:

  • from ist optional. Lassen Sie es weg, wird der Standardabsender des Kontos verwendet; ist keiner festgelegt, geht die Nachricht als „TopSMS“ hinaus.
  • Die API akzeptiert nur Absendernamen, die für Ihr Konto freigegeben sind. Ein unbekannter Name liefert HTTP 403, ein Tippfehler in einer Vorlage schlägt also deutlich fehl, statt still unter falschem Namen zu senden.
  • Ist ein Name für Ihr Konto freigegeben, von den Netzbetreibern aber noch nicht aktiviert (relevant für tschechische und slowakische Ziele), geht die Nachricht als „TopSMS“ hinaus, und die Antwort enthält "senderFallback": true sowie requestedFrom. Nach der Aktivierung wird Ihr Name verwendet, ohne dass Sie Ihren Code ändern müssen.
  • Im Kundenkonto und in Kampagnen wählen Sie den Absender aus einer Liste; dort stehen dieselben Namen zur Verfügung.

Im Kundenkonto können Sie außerdem eine Testnachricht an Ihr eigenes Telefon senden, bevor Sie den Namen ausrollen. Ihn auf einem echten Gerät zu sehen, ist die beste Kontrolle, dass er gut lesbar ist und von Ihrem eigenen Netz nicht umgeschrieben wird.

Alphanumerischer Name oder Telefonnummer?

Ein Name ist für fast alle geschäftlichen Nachrichten die richtige Wahl: Bestätigungen, Erinnerungen, Codes und Kampagnen. Eine Nummer ist nur besser, wenn Sie tatsächlich Antworten brauchen, etwa für einen Dialog mit Kunden oder eine Abmeldung per „STOP“-Antwort. Viele Unternehmen kombinieren beides: Benachrichtigungen vom Firmennamen, und im Text eine normale Mobilnummer oder eine Kontaktseite für alles, was eine Antwort braucht.

Mit TopSMS wird Ihr Firmenname in Deutschland, Österreich und im übrigen Europa ohne Registrierung und ohne Monatsgebühr zugestellt; eine SMS kostet unabhängig vom Absender 0,084 € pro Segment. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, legen Sie Ihren Absendernamen an und testen Sie ihn mit den 10 Gratis-SMS. Die Preisliste ist öffentlich.